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Lifestyle zwischen HipHop, Popkultur und dem alltäglichen Wahnsinn

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Die Bewegung, die kein f**k auf Regeln gab und sich selber in Regeln erstickte

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So gut wie jeder wird sich fragen, wer der komische Kauz ist, der auf dem Bild zu sehen ist. „Hm, Sonnenbrille, übertriebene Kette – könnte ein Gangster-Rapper sein“. Gangster war er vielleicht, so genau weiß das keiner, darüber geredet hat er jedenfalls nie. Statt dessen ist er einer der Godfathers of HipHop. Afrika Bambaata. HipHop fing, wie warscheinlich die meisten Wissen in den Ghettos Amerikas an. Pioniere wie der Dj Afrika Bambaata waren die erste, die HipHop-Musik auf Partys auflegte. Die Menschen wollten für ein paar Stunden nur Spaß haben und sich von ihrem harten Leben ablenken.

Um die Ghettos ging es in den Texten da nur selten und wenn wurde der Lifestyle der Gangster und Drogendealer kritisiert. Erst als Jahre später die berühmte (heute würde man sie Supergroup nennen) Gruppe N.W.A., bestehend aus Dr. Dre, Eazy E, Ice Cube und MC Ren, auf dem Radar der HipHop-Kultur auftauchte fing die Glorifizirung des Gangster-Lifestyles an. Das kuriose daran: Wie sich sehr viel  später raustellte erzählten sie von Dingen von denen sie keine Ahnung hatten. Eazy E war nicht der Gangster, als den er sich in texten wie „Straight Outta Compton„, oder „Gangsta, Gangsta“ immer darstellte. Er war nichtmal ein Drogendealer, nichts dergleichen. Ice Cube war Student und ein „Streber“ noch dazu. Dr. Dre war einfach nur ein gewöhnlicher DJ aus nicht wirklich schlechtem Hause.

Und genau diese Jungs haben das eingeleitet für das viele HipHop heute hassen. Aber, was solls jeder halbswegs klar denkende Mensch wird nicht durhc das hören von NWA dazu gebracht „Fuck the Police“ zu rufen und Polizisten zu erstechen. Und, wenn es zumal gut gemachter Rap ist, kann man es sich anhören. Ein akustischer Actionfilm quasi.

Um wieder den Bogen zum Titel zurück zu schlagen. HipHop war von Anfang an eine Kultur, die nichts beschönigte und keinen Wert auf Regeln legte. Es war egal, ob es verboten war fuck im amerikanischen Radio zu sagen, man machte es trotzdem auf seinen Songs, dann wurden sie eben nicht gespielt, darauf legte man keinen Wert. Riesiger Zeitsprung ins Jahr 2009: Rap erstickt in Regeln, die von Rappern, Fans und selbst ernannten Experten aufgestellt wurden. Jeder scheint besser zu wissen als der andere, wie „richtiger Rap“ sich anzuhören hat. Alles andere wird kategorisch abgelehnt. Dazu kommt, dass seit dem Erfolg von Aggro Berlin Anno 2001/02 jeder meint mit ein bisschen Offbeat Gestammel über Drogen und Knast den großen Ruhm abzugreifen nur um anschließend beim Teetrinken mit Mutter, bei der man noch wohnt, ganz kleinlaut über seinen Tag in der kollektiven Verhaltenstherapie zu erzählen. (Der Boom von Aggro hatte die selben Gründe, wie der Erfolg von NWA in den USA, nur 20 Jahre später.)

Die Situation im Rap stellt sich heutzutage rein musikalisch wie folgt dar: In den USA springt jeder Idiot auf den Autotune-Electro-Zug auf. In Deutschland, was HipHop-technisch schon immer hinterherhinkte, jeder auf den langsam anhaltenden Streetlife-Zug auf.

Inovationen muss man mit der Lupe im Untergrund bei den kaum bekannten Künstlern suchen, die teilweise keine 300 CDs loskriegen. genau deshalb kann ich es auch verstehen warum HipHop in Deutschland so ein schlechtes Image hat. Ich kann von niemanden erwarten, dass sich derjenige so intensiv wie ich mit dieser Musikrichtung auseianndersetzt und jeden Künstler von Hamburg bis Buxtehude kennt.

Ich hatte mir deshalb mal Gedanken gemacht was man dagegen machen kann. Deutscher Rap bräuchte eine Online-Plattform, die sich seriös und differenziert mit selbigem auseinander setzt. Herr Merkt hat zwar die richtigen Ansätze, aber eben nur Ansätze, da es nur ein Blog ist. Und die einzige kommerzielle Plattform Rap.de, betrieben vom Chef des ehemaligen Labels und legendären Freestyle-Cafés „Royal BunkerMarcus Staiger, jagt auch nur sämtlichen Sensationgeschichten nach ohne aus dem Schema von News und Interviews auszubrechen und richtige journalistische Berichte zu bringen.

Ich würde sowas auf der Stelle machen, nur ist der Zeitaufwand dafür zu groß und ich habe auch keinerlei Erfahrung im Web-Journalismus, Promotion und Webdesign.

Vielleicht mache ich diesen kleinen Traum ja wahr, wenn sich bis dahin jemand an der Idee bedienen möchte – nur zu. Als ehrenamtlichen Schreiberling würde ich mich jederzeit zur Verfügung stellen. Denn ich kann mir ein Leben ohne Rap nicht vorstellen. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag Motivieren. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag aufbauen. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag fühlen lassen, dass es jemandem genauso geht wie mir. Zu viele Lieder, die mir einfach ein gutes Gefühl in der Magengegend verpassen. Zu viel gute Poesie.

Zu viele Dinge, die mir fehlen würden. Und, wenn es solch eine Plattform gebe, könnte ich diese Schätze auch mit anderen Teilen und Künstler, die es verdient haben würden vielleicht endlich mehr beachtet werden.

Written by wegi

Dezember 14, 2009 at 8:34 pm

Über Lust und Unlust

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Man nimmt sich immer so viele Dinge vor, jeden Tag, nur um sie liegen zu lassen.  Vielleicht nicht man, aber ich. irgendwie schaffe ich es immer in der Untätigkeit zu versinken obwohl ich 1000 Dinge im Kopf habe, die sinnvoller wären,als Musik laufen zu lassen und ziellos durch das Web zu stolpern. Wenn ich mich am Ende des Tages dann frage warum so viele Dinge unerledigt geblieben sind, dann rede ich mir selber ein ich hätte ja kaum Zeit gehabt.

Ich will das nicht mehr. Jetzt reichts. Es gab eine Phase in meinem Leben da habe ich zum Glück mal meinen Arsch hochgekriegt und viele Dinge geändert, anstatt 12 Stunden am Tag zu zocken und die Abiprüfungen mehr schlecht als recht zu durchlaufen. Damals fing alles damit an, dass ich kein Bock mehr hatte nahezu 100 KG zu wiegen, also fing ich mit regelmäßigen Workout an. Inzwischen habe ich das mehrere Monate lang nicht mehr gehabt, und der Alltag schleicht sich wieder ein. Die Disziplin und das Durchhaltevermögen, die ich mir durch die Workouts automatisch angeeignet habe schwinden wieder. Deshalb habe ich heute wieder angefangen. Nicht, weil ich meinen Körper nicht gut finde, im Gegenteil ich bin zufrieden, aber einfach nur, weil ich finde, dass es wieder Zeit ist einen Schritt vorwärts zu machen.

Stillstand ist der Feind der Perfektion. Stillstand ist immer auch ein Rückschritt.  Und Rückschritte kann sich keiner ernsthaft erlauben.

Also fühlt euch dazu aufgerufen mitzumachen. Sucht euch etwas, was Disziplin von euch abverlangt und fang an es zu praktizieren. Geht an eure Grenzen und überschreitet sie dann, sonst kriegt ihr euren Arsch niemals hoch. Auf gehts.

Written by wegi

Dezember 14, 2009 at 7:55 pm

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Darum bloggen wir

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Und darum bloggen wir/ Bloggen um da zu sein / Bloggen um wahr zu sein

Irgendwie trifft es dieser Satz, den ich Leicht abgeändert von Cassandra Steen übernommen habe den Kern. Quasi die Gretchenaussage.

Warum bloggen wir eigentlich und warum erfährt diese Art der Selbstverwirklichung so großen Zulauf? Ist es einfach nur, weil es ein weiteres Must have ist, das vom Web 2.0 mitgebracht wurde, oder ist es einfach nur ein Zeitvertreib wie jeder andere auch? Ich kann hier weder eine empirische Analyse bieten, noch irgend eine Argumentationskette, die meine Gedanken belegt. Aber dafür sind Blogs ja auch irgendwie nicht da, oder?

Warum blogge ich? Angefangen aus reiner Langeweile und zu viel Zeit entwickelte sich immer mehr ein Ehrgeiz die Leute, die alle paar Jahre per Google Blogsearch mal zufällig auf dieses Samelsurium stoßen neuen Content zu liefern. Ein Stück weit, oder vielleicht auch ein Stück weit mehr, als ich es mir gerne eingestehen würde verraten Blogs auch etwas über einen selbst. Man nutzt sie als Plattform für den eigenen Seelenstripties. Natürlich bleibt es meist nur bei der Softporno-Version, die man auch im Blog-Fernsehen um Mitternacht sehen könnte. Die richtig harten Sachen, die man in der Blogotheke der Ab-18 Abteilung, des Videodealers seines Vertrauens finden würde spart man sich, zum Glück und hoffentlich, für seine/n besten Freund/In auf.

Und so führen wir unsere Selbstoffenbarung stetig weiter zwischen Lolcats, lustigen Video, Designstudien und dem neuesten Popklatsch. Dennn irgendwie fehlt uns die entsheidente Krise, das entscheidente Problem, was uns als ganzes definiert, weshalb wir immer weiter unsere Gedanken ziellos ins Googleweb ballern, um sie auf ewig darin rotieren zu sehen. (Die medial aufgebauschten „Krisen“ unserer Zeit, zähle ich einfach mal dreist nicht dazu).

So viel dazu. Und passend zum Artikel. Wie belanglos ist eine Beschäftigung mit dieser Frage eigentlich im Angesicht dessen, was einem die Welt bietet?

Written by wegi

Dezember 9, 2009 at 2:36 pm

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Mir ist kalt…

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Ich bin neulich auf das „Projekt 42“ vom Zementblog gestoßen. Dabei wird je für einen Monat ein Stichwort genannt und man sollte dazu einen Artikel schreiben. Klingt gut, muss man sich selber keine Gedanken machen über was man schreibt. 😉 Das neueste Wort und mein Einstieg in diese Blogparade ist „Wärme„.

Zu wärme fallen mir spontan mehrere Dinge ein. Doch Klimaschwindel ist ja uninteressant, seit es das neue Überthema Schweinegrippe gibt, deshalb ist es das nicht geworden.

Es gibt Leute, die mögens gar nicht warm. R. M. aus E. läuft zum Beispiel im Winter in T-Shirts rum und mag den Sommer nicht.

Was ich als Aushilfs-Emo (nein ich lauf nicht so komisch rum) außer Temperatur noch mit Wärme verbinde sind angenehme Gefühle. Das warme Gefühl in der Bauchgegend, was man kriegt, wenn man kurz davor ist eine fremde Frau anzusprechen. Die wärme, die durch den ganzen Körper strömt, während man die angebetete das erste mal küsst. Und, wenn man dann Sehnsucht nach etwas hat und einem die Liebe fehlt, dann ist einem plötzlich innerlich kalt. Dann ist plötzlich Winter, oder Herbst, den ich noch weniger mag, wegen dem ganze Regen und den grauen Tagen.

Es hat schon seine Gründe, warum die meisten Beziehungen im Frühling entstehen und es kurz nach Ende des Sommers die meisten Trennungen gibt. So wenig uns das heutzutage auch bewusst ist, so sehr beeinflusst die Natur und damit auch die Wärme unser (Gefühls-)Leben. Und irgendwie wird mir auch shcon wieder kalt, weil ich über solche Dinge nachdenke. Also drehe ich meine Heizung noch mehr auf und warte auf die ersten Sonnenstrahlen.

Wärmer mal nicht so ziellos.

Alex

Written by wegi

Dezember 4, 2009 at 1:45 pm

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Der Gott in mir

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Ich habe mich in letzter Zeit mit einigen spirituellen Themen beschäftigt. Nicht sehr intensiv, da mir die zeit dazu fehlt, aber doch genug um mir meine Gedanken zu machen. Nun habe ich heute während des Gottesdienstes zum Bus- und Bettag ein bisschen nachgedacht und ein paar Theorien/Konzepte/Lehren vermengt.

Zuerst: Die Beschäftigung mit dem Zen war mein Ausgangspunkt. Zen ist eigentlich ursprünglich keine Lehre, oder Lebensstil. Zen sagt lediglich aus, dass man sich selbst nicht durch seine Gedanken, Emotionen, oder sein Bewusstsein definieren soll. Man soll erkennen, dass man das „große Nichts“ ist, was man mal öfter, mal seltener in sich spürt. Wie sonst könnte man sich beim denken beobachten? Jedenfalls kommt man (Je wie gut man es beherrscht unterschiedlich lange, nie andauernd) durch diese Erkenntnis und entsprechende Meditationstechniken auf eine Bewusstseinsebene in der man nur den Augenblicklichen Moment wahrnimmt und in ihm lebt. Die Zukunft, als abstrakte Ansammlung von Hoffnungen und Gedanken, und die Vergangenheit, eine Aneinanderreihung von Gedanken gepaart mit Emotionen, sind dann nicht mehr existent.

In diesem Zustand wird alles intensiver, man ist sich seiner Gefühle viel mehr bewusst, lässt sich jedoch nicht von ihnen leiten. Man ist sich seiner Gedanken mehr bewusst, lässt sich jedoch nicht von ihnen leiten. Selbst Farben und Geräusche scheinen während des „Flows“ intensiver zu sein. Interessanterweise ist der Effekt zum Verwechseln ähnlich mit dem, der nach dem Konsum von einigen Grassorten eintritt. (Einen guten Einstieg dazu bietet dieser recht kurze Artikel)

In Verbindung damit ist mir folgendes eingefallen, was Ludwig Feuerbach in seinem Buch „Das Wesen des Christentums“ schrieb:

Die Götter der Menschen entsprechen ihnen selbst. Einen Gott, der in einem Tempel wohnt, gibt es erst seit dem der Mensch in Häusern wohnt. Für die alten Germanen war die Tugend des Krieges ihre höchste Tugend. Daher war ihr höchster Gott der Kriegsgott – Odin.

Diese „große Leere“ in mir, dieses subjekt, das man verfälscht sobald man es auf irgend eine Weise, sei es sprachlich, emotional, oder rational, greifen will – Ist es Gott? (Dieses verrinnende, sobald man es definieren will wird übrigens in Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ abgehandelt). Für mich erscheint das so logisch, als wäre es eine Gleichung, die man nach Belieben aufstellen und verändern kann.

Und dann während des Gottesdienstes fiel mir auf, das man Tatsächlich sämtliche Dinge, die über Gott in der Bibel gesagt werden so interpretieren kann. Die unendliche Liebe, die Welt (unser Körper), Gott – Mensch – Ich. Dann brachen tausende Gedanken über mich herein und ich verlor mich wieder in Ihnen, bis ich mich an eine Zen-Übung erinnerte und anfing meine Gedanken zu beobachten. Und tatsächlich, sie pendelten stetig zwischen Zukunft und Vergangenheit, nur das Jetzt erfassten sie nicht.

Und Gott sah, dass es gut war.

Quellen:

„Das Wesen des Christentums“, Ludwig Feuerbach.

„Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“, Robert Musil.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zen

„Die Bibel“ – Einheitsübersetzung.

Written by wegi

November 18, 2009 at 10:39 pm

This Artikel is so 2008

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Als Zivi dürfte ich eigentlich viele Sachen nicht wissen. Trotzdem gibt man mir Laptops mit sensiblen Daten drauf, oder lässt mich Dinge durch Räume tragen ind enen Meetings statt finden, die ich nicht hören darf. Jedenfalls spazierte ich mit 15 Luther-Bibeln im Arm heute durch einen ebensolchen Raum, und lausche ein bisschen. Und plötzlich wären mir die Bibeln fast runtergefallen, weil ich am liebsten Fassunglos dagestanden und diese Geste gemacht hätte. Ihr wisst schon, diese wo man die Hände ausbreitet und mit offenem Mund dasteht.

Die Dame die sprach folgendes im Wortlaut (!): „Ja, manche Aufnahmeredakteure sind da noch ziemlich old-fashioned“. Wenn ihr die Kuriosität darin nicht seht, gehört ihr zu denen.

Ja über Anglizismen zu meckern ist total aus der Mode und so 2008. Nebenbei gesagt hasse ich es wenn Menschen Jahreszahlen als Adjektiv benutzen. Jedenfalls regt es mich auf, wenn man englisczhe Wörter ins eine deutschen Sätze einstreut, die es so auch im deutschen gäbe. Ich habe nichts gegen Fachtermini, Wörter, die man nicht richtig ins deutsche übertragen kann, oder schlicht so etwas wie Zitate, aber bei sowas verspüre ich den Drang loszukotzen. (Ich bin ein sehr impulsiver Mensch. :D)

Damit habe ich auch mein Pensum an „aufregen“ für den heutigen Tag erreicht.

Written by wegi

November 12, 2009 at 5:42 pm

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Der moderne Erfolgstyp: Don Quijote

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Ich habe in der letzten Zeit viel nachgedacht. Vor allem, weil ich mich langsam entscheiden muss wohin es mit meinem Leben hingehen soll. Studiere ich Informatik, oder doch Musikwissenschaften, oder doch etwas vollkommen anderes? Und wo überhaupt? Mit wem will ich dann zusammen wohnen, etc.

Dabei kam ich nicht umher die Erfolgstypen unserer Gesellschaft näher zu begutachten.

(Ich habe dazu noch keine Literatur dazu gelesen, deshalb sind es nur elementare Gedanken)

Egal, ob Playboy, der jeden Tag eine andere Frau verführt, Selfmade-Millionär, oder einfach nur jemand, der mit dem was er liebt gut durchs leben kommt; Sie alle haben wesentliche Dinge gemeinsam.

Alle sind Männer, die ein unglaubliches Charisma ausstrahlen. (Ich spreche mal von Männern, da ich mir als ebensolcher logischerweise andere Männer als Rollenvorbild in bestimmten Lebensbereichen suche)

Ich fragte mich also weiterhin, woher haben sie dieses Charisma, wodurch kommt dieser diffuse, nicht greifbare, Zustand? Sie wissen was sie wollen und sie werden nicht müde dafür zu kämpfen. So einfach ist es. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber mehr ist es tatsächlich nicht. Wie ich es drehe und wende ich komme immer wieder bei diesem Punkt aus.

Don Quiotes berühmter Kampf gegen Windmühlen ist meiner Ansicht nach die (fast) Perfekte Metapher dafür. Auch, wenn er verrückt war, so hat er nicht aufgegeben. (Und mal ganz ehrlich: jedes Genie, war ein bisschen verrückt auf seine Art und Weise).

Erfolg zu haben heißt gegen die Windmühle des Lebens zu kämpfen und jedes mal, wenn man von einem Flügel nieder geschmissen wird aufzustehen und es nochmal zu versuchen.

Wenn man aufhört besser zu werden, hört man auf gut zu sein, ist ein weiteres Sprichwort, das damit zusammenhängt. Wenn der „erste“ plötzlich einmal nicht aufsteht wird er nicht mehr der erste sein. Andere, die nicht aufgegeben haben haben ihn einfach überholt. Und obwohl er nicht schlechter geworden ist, ist er plötzlich der Letzte, beziehungsweise nicht mehr gut. Fast schon ein Paradoxon.

Kommen wir zurück zu den Erfolgstypen. Damit sie besser werden (Wir wissen ja Stillstand = Tod) in dem was sie machen müssen sie immer etwas neues anfangen. Jeder weiß: Wenn man etwas zum ersten mal macht, geht es in 99% der Fälle schief, oder ist nur sehr schlecht. (Grüße an das erste Mal Sex). Man wird von der Windmühle also auf die sprichwörtliche Schnauze geworfen. Steht man wieder auf hat man etwas daraus gelernt und kann es besser machen. Bleibt man liegen, hat man schon verloren. Man suhlt sich im Mitleid und beobachtet, wie die anderen an einem vorbei ziehen, was einen noch depressiver macht.

Ich spreche aus Erfahrung. Es ist gar nicht so lange her, das ich an der 100 KG Marke kratzend 12 Stunden vor dem Rechner saß und meinen Kummer über mein Leben in WoW und Konsorten ertränkt habe.

Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg bei dem Kampf gegen die Windmühle für eure persönliche Dulcinea.

Alex

Written by wegi

November 2, 2009 at 7:05 pm