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Lifestyle zwischen HipHop, Popkultur und dem alltäglichen Wahnsinn

Archive for the ‘Eindrücke’ Category

Die 10. Dimension

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Ich hab schon wissenschaftliche Artikel über Paralleluniversen gelesen, bei denen ich allerdings kaum was verstanden habe. Dieses Video erklärt hingegen recht (recht!) verständlich alle Dimensionen bis hin zur. 10. Sehr empfehlenswert und mindblowing.

http://revver.com/video/99898/imagining-the-tenth-dimension/

(Gefunden via AlsicheinHamsterwar)

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Written by wegi

Dezember 19, 2009 at 2:34 pm

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Jugendlicher nach HipHop-Jam erstochen

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Diese Nachricht hat mich gerade Eiskalt erwischt. Ich las im größten deutschen HipHop Forum davon. Die erste Minute saß ich mit offenem Mund und sehr fassungslos vor dem bildschirm. Klar normal rührt mich sowas (kranker weise9 nicht mal im geringsten, damman ähnliches täglich in den Nachrichten sieht / liest, doch diesmal berührte es mich sehr. Vielleicht, weil es indirekt einen neuen Tiefpunkt der Gewalt im Zusammenhang mit HipHop darstellt, wenn auch nur sehr entfernt. Jedenfalls ist ein Mensch wegen unnötigem Rassismus gestorben, weil er seine Herkunft offen in seiner Musik herzeigte. Es macht mich wirklich sehr traurig und ich finde gerade nicht die richtigen Worte um irgendwas zu dem Thema zu ergänzen.

Was mich noch fassungsloser machte waren die Kommentare in dem Forum. Direkt der 3. Kommentar war ein verkapptes euphemisiertes „Scheiß Kanacken raus“. Der Rest bestand aus einer Mischung von linken und rechtem rumgekloppe untereinander und der Diskussion darüber, was rechts ist und was nicht. Das ein unschuldiger Mensch, zum Teil auch, wegen seinem Glauben in HipHop, gestorben ist schien niemanden zu interessieren.

Rest in Peace.

Written by wegi

Dezember 15, 2009 at 8:06 pm

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Die Bewegung, die kein f**k auf Regeln gab und sich selber in Regeln erstickte

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So gut wie jeder wird sich fragen, wer der komische Kauz ist, der auf dem Bild zu sehen ist. „Hm, Sonnenbrille, übertriebene Kette – könnte ein Gangster-Rapper sein“. Gangster war er vielleicht, so genau weiß das keiner, darüber geredet hat er jedenfalls nie. Statt dessen ist er einer der Godfathers of HipHop. Afrika Bambaata. HipHop fing, wie warscheinlich die meisten Wissen in den Ghettos Amerikas an. Pioniere wie der Dj Afrika Bambaata waren die erste, die HipHop-Musik auf Partys auflegte. Die Menschen wollten für ein paar Stunden nur Spaß haben und sich von ihrem harten Leben ablenken.

Um die Ghettos ging es in den Texten da nur selten und wenn wurde der Lifestyle der Gangster und Drogendealer kritisiert. Erst als Jahre später die berühmte (heute würde man sie Supergroup nennen) Gruppe N.W.A., bestehend aus Dr. Dre, Eazy E, Ice Cube und MC Ren, auf dem Radar der HipHop-Kultur auftauchte fing die Glorifizirung des Gangster-Lifestyles an. Das kuriose daran: Wie sich sehr viel  später raustellte erzählten sie von Dingen von denen sie keine Ahnung hatten. Eazy E war nicht der Gangster, als den er sich in texten wie „Straight Outta Compton„, oder „Gangsta, Gangsta“ immer darstellte. Er war nichtmal ein Drogendealer, nichts dergleichen. Ice Cube war Student und ein „Streber“ noch dazu. Dr. Dre war einfach nur ein gewöhnlicher DJ aus nicht wirklich schlechtem Hause.

Und genau diese Jungs haben das eingeleitet für das viele HipHop heute hassen. Aber, was solls jeder halbswegs klar denkende Mensch wird nicht durhc das hören von NWA dazu gebracht „Fuck the Police“ zu rufen und Polizisten zu erstechen. Und, wenn es zumal gut gemachter Rap ist, kann man es sich anhören. Ein akustischer Actionfilm quasi.

Um wieder den Bogen zum Titel zurück zu schlagen. HipHop war von Anfang an eine Kultur, die nichts beschönigte und keinen Wert auf Regeln legte. Es war egal, ob es verboten war fuck im amerikanischen Radio zu sagen, man machte es trotzdem auf seinen Songs, dann wurden sie eben nicht gespielt, darauf legte man keinen Wert. Riesiger Zeitsprung ins Jahr 2009: Rap erstickt in Regeln, die von Rappern, Fans und selbst ernannten Experten aufgestellt wurden. Jeder scheint besser zu wissen als der andere, wie „richtiger Rap“ sich anzuhören hat. Alles andere wird kategorisch abgelehnt. Dazu kommt, dass seit dem Erfolg von Aggro Berlin Anno 2001/02 jeder meint mit ein bisschen Offbeat Gestammel über Drogen und Knast den großen Ruhm abzugreifen nur um anschließend beim Teetrinken mit Mutter, bei der man noch wohnt, ganz kleinlaut über seinen Tag in der kollektiven Verhaltenstherapie zu erzählen. (Der Boom von Aggro hatte die selben Gründe, wie der Erfolg von NWA in den USA, nur 20 Jahre später.)

Die Situation im Rap stellt sich heutzutage rein musikalisch wie folgt dar: In den USA springt jeder Idiot auf den Autotune-Electro-Zug auf. In Deutschland, was HipHop-technisch schon immer hinterherhinkte, jeder auf den langsam anhaltenden Streetlife-Zug auf.

Inovationen muss man mit der Lupe im Untergrund bei den kaum bekannten Künstlern suchen, die teilweise keine 300 CDs loskriegen. genau deshalb kann ich es auch verstehen warum HipHop in Deutschland so ein schlechtes Image hat. Ich kann von niemanden erwarten, dass sich derjenige so intensiv wie ich mit dieser Musikrichtung auseianndersetzt und jeden Künstler von Hamburg bis Buxtehude kennt.

Ich hatte mir deshalb mal Gedanken gemacht was man dagegen machen kann. Deutscher Rap bräuchte eine Online-Plattform, die sich seriös und differenziert mit selbigem auseinander setzt. Herr Merkt hat zwar die richtigen Ansätze, aber eben nur Ansätze, da es nur ein Blog ist. Und die einzige kommerzielle Plattform Rap.de, betrieben vom Chef des ehemaligen Labels und legendären Freestyle-Cafés „Royal BunkerMarcus Staiger, jagt auch nur sämtlichen Sensationgeschichten nach ohne aus dem Schema von News und Interviews auszubrechen und richtige journalistische Berichte zu bringen.

Ich würde sowas auf der Stelle machen, nur ist der Zeitaufwand dafür zu groß und ich habe auch keinerlei Erfahrung im Web-Journalismus, Promotion und Webdesign.

Vielleicht mache ich diesen kleinen Traum ja wahr, wenn sich bis dahin jemand an der Idee bedienen möchte – nur zu. Als ehrenamtlichen Schreiberling würde ich mich jederzeit zur Verfügung stellen. Denn ich kann mir ein Leben ohne Rap nicht vorstellen. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag Motivieren. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag aufbauen. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag fühlen lassen, dass es jemandem genauso geht wie mir. Zu viele Lieder, die mir einfach ein gutes Gefühl in der Magengegend verpassen. Zu viel gute Poesie.

Zu viele Dinge, die mir fehlen würden. Und, wenn es solch eine Plattform gebe, könnte ich diese Schätze auch mit anderen Teilen und Künstler, die es verdient haben würden vielleicht endlich mehr beachtet werden.

Written by wegi

Dezember 14, 2009 at 8:34 pm

<3 BASE

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Ich habe heute von BASE die coolste Krippe aller Zeiten gekriegt. Minimalismus at its best. Seht selbst. (Klickbar)
Di Mona Lisa

Written by wegi

Dezember 12, 2009 at 12:25 pm

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Mütter

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Und egal wie sehr man sich in den letzten 2 Jahren vom pickligen, dicken, introvertierten Nerd zum smarten, gut aussehnden, extrovertierten everybodys Darling weiterentwickelt hat: Mutti schaffts immer noch, dass man neben ihr dasteht, als wäre man der komisce 32-jährige,  jungfräuliche, stinkende Fachinformatiker, der noch Zuhause wohnt und sich das Bett von ihr machen lässt. Ich liebe sie.

Written by wegi

Dezember 9, 2009 at 4:46 pm

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Superbad Supersad Grau

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Da mich Robert und Sebastian fast gelyncht hätten, weil ich Michael Cera und Superbad nicht kannte habe ich ihn mir heute angeschaut. Das Ende der Geschichte zuerst: ich sitze hier vorm PC höre Graue Musik und schwanke zwischen melancholisch, traurig und depressiv. Zwischendurch habe ich auch gelacht, aber das hat sich nach Beendigung des Films sofort gelegt.

Der Film selber hat mir sehr gut gefallen, eine ziemlich gute Momentaufnahme unserer „verlorenen“ Generation, auch, wenns eher aus der Nerdperspektive ist.

Der Film hat auch viele (alte) Gefühle in mir aufgewühlt, was kaum ein Film bis jetzt geschafft hat. Dinge, von denen ich dachte, dass ich sie eigentlich hinter mir hatte, Zweifel, Erinnerungen.

Ich bin gerade 19, bis zu sagen wir mal meinem 18. Lebensjahr war ich noch schräger drauf, als Michael Cera aka Evan in diesem Film. Ernsthaft ich hatte panische Angst davor fremde Leute anzusprechen. Da ich hier bei niemandem meinen seelischen Müll abladen will nur die Kurzversion, die ich mir trotzdem gerade von der Seele reden muss:

Durch ein Ereigniss kam ich ins Grübeln und änderte alles um 180°. 25 Kilo weniger und ein verändertes Weltbild + Selbstliebe verändern verdammt viel. Vielleicht zu viel udn zu schnell. Eigentlich kann ich über mein Leben nicht meckern, wenn ich es mit dem was vor 1-2 Jahren war Vergleiche, ganz im Gegenteil. Aber manchmal habe ich das Gefühl, das sich alles viel zu schnell ändert.

Es ist einfach ein Gefühl, dass man schlecht beschreiben kann. Sebastian Sturm singt in einem Song: „theres no reason to be sad/ but for the moment i like it like that„. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich diese Woche viel zu viel gearbeitet, kaum geschlafen und eine Absage von einer Freundin gekriegt habe, die ich ewig nicht mehr gesehen habe. Ich wills irgendwie auch gar nicht wissen.

Wirklich wunderbarer Film, selten so viel zum Nachdenken gehabt nur, weil ich mir einen Film ansah.

Written by wegi

Dezember 3, 2009 at 10:11 pm

Maeckes – Null

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Maeckes macht Rap. Maeckes ist auch der Rapper den ich am ehesten als eine Art „Neuzeitpoeten“ bezeichnen würde. Heute um 20:37 (angelehnt an das Projekt 237) veröffentlichte er das Album „NULL“, das als Teaser-Album für das im Frühjahr kommende Album KIDS dienen soll. Das Album gibt es einmal als Free-Download, in den jeder mindestens einmal reinhören sollte. (Achtung, keine leichte Kost). Zum zweiten gibt es NULL auch als streng limitierte (200-300?) CD-Version mit zusätzlichen Tracks. Ich hatte das Glück noch eine zu bekommen, allerdings das Pech, dass sie heute nicht im Briefkasten lag. Deswegen pumpe ich weiterhin NULL-Free-Version und hoffe, dass jemand außer mir ebenfalls gefallen an diesem Stück Poesie findet.

Lyrics zu „Copy and Paste Love“ aus dem Album „NULL“:

Wir machen Liebe zum Loop eines DVD-Menus/

Sie sagt sie ist nicht perfekt, ich sag ich seh wie du dich bemühst/

Sag mir irgendwas, die perfekte Lüge/

Ich will dir glauben schenken, lass mich lächeln üben/

Ich mach den Ton aus, die ewige wiederholung tötet/

ich mach den Strom aus, seh wie die Dunkelheit errötet/

Ich mach uns aus, ich lass sie gehn/

Bevor noch etwas passiert, doch sie bleibt – stehn/

(Refrain, gesang)Looooove, Copy and paste love

Looooove, Copy and paste love

Ein schlechtes Graffiti trägt deinen Namen – nur falsch geschrieben/

ich kenn dich von der Zeit tot schlagen mit Gewaltspielen/

Wir werden niemals Amok laufen – wir trauen uns nicht/

Wir werden niemals heiraten – nein wir traun uns nicht/

Lieber unglücklich verliebt als unverliebt glücklich/

komm schon herz mach dich nützlich/

Lieber unglücklich verliebt als unverliebt glücklich/

komm schon herz mach dich nützlich/

*Refrain*

Written by wegi

Dezember 1, 2009 at 10:18 pm

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