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Lifestyle zwischen HipHop, Popkultur und dem alltäglichen Wahnsinn

Der moderne Erfolgstyp: Don Quijote

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Ich habe in der letzten Zeit viel nachgedacht. Vor allem, weil ich mich langsam entscheiden muss wohin es mit meinem Leben hingehen soll. Studiere ich Informatik, oder doch Musikwissenschaften, oder doch etwas vollkommen anderes? Und wo überhaupt? Mit wem will ich dann zusammen wohnen, etc.

Dabei kam ich nicht umher die Erfolgstypen unserer Gesellschaft näher zu begutachten.

(Ich habe dazu noch keine Literatur dazu gelesen, deshalb sind es nur elementare Gedanken)

Egal, ob Playboy, der jeden Tag eine andere Frau verführt, Selfmade-Millionär, oder einfach nur jemand, der mit dem was er liebt gut durchs leben kommt; Sie alle haben wesentliche Dinge gemeinsam.

Alle sind Männer, die ein unglaubliches Charisma ausstrahlen. (Ich spreche mal von Männern, da ich mir als ebensolcher logischerweise andere Männer als Rollenvorbild in bestimmten Lebensbereichen suche)

Ich fragte mich also weiterhin, woher haben sie dieses Charisma, wodurch kommt dieser diffuse, nicht greifbare, Zustand? Sie wissen was sie wollen und sie werden nicht müde dafür zu kämpfen. So einfach ist es. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber mehr ist es tatsächlich nicht. Wie ich es drehe und wende ich komme immer wieder bei diesem Punkt aus.

Don Quiotes berühmter Kampf gegen Windmühlen ist meiner Ansicht nach die (fast) Perfekte Metapher dafür. Auch, wenn er verrückt war, so hat er nicht aufgegeben. (Und mal ganz ehrlich: jedes Genie, war ein bisschen verrückt auf seine Art und Weise).

Erfolg zu haben heißt gegen die Windmühle des Lebens zu kämpfen und jedes mal, wenn man von einem Flügel nieder geschmissen wird aufzustehen und es nochmal zu versuchen.

Wenn man aufhört besser zu werden, hört man auf gut zu sein, ist ein weiteres Sprichwort, das damit zusammenhängt. Wenn der „erste“ plötzlich einmal nicht aufsteht wird er nicht mehr der erste sein. Andere, die nicht aufgegeben haben haben ihn einfach überholt. Und obwohl er nicht schlechter geworden ist, ist er plötzlich der Letzte, beziehungsweise nicht mehr gut. Fast schon ein Paradoxon.

Kommen wir zurück zu den Erfolgstypen. Damit sie besser werden (Wir wissen ja Stillstand = Tod) in dem was sie machen müssen sie immer etwas neues anfangen. Jeder weiß: Wenn man etwas zum ersten mal macht, geht es in 99% der Fälle schief, oder ist nur sehr schlecht. (Grüße an das erste Mal Sex). Man wird von der Windmühle also auf die sprichwörtliche Schnauze geworfen. Steht man wieder auf hat man etwas daraus gelernt und kann es besser machen. Bleibt man liegen, hat man schon verloren. Man suhlt sich im Mitleid und beobachtet, wie die anderen an einem vorbei ziehen, was einen noch depressiver macht.

Ich spreche aus Erfahrung. Es ist gar nicht so lange her, das ich an der 100 KG Marke kratzend 12 Stunden vor dem Rechner saß und meinen Kummer über mein Leben in WoW und Konsorten ertränkt habe.

Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg bei dem Kampf gegen die Windmühle für eure persönliche Dulcinea.

Alex

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Written by wegi

November 2, 2009 um 7:05 pm

7 Antworten

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  1. Hat mich wieder an unser Gespräch in einer Reli oder SoWi Freistunde erinnert, als ich dir meine Theorie versucht habe zu erklären. Weißt du noch, die besagte, dass absolut jeder Mensch darauf hinarbeitet glücklich zu werden?

    Martin

    November 2, 2009 at 10:02 pm

  2. Jap. Das war aber eine SoWi Stunde. Frei hatten wir da nicht, wir waren nur so dreißt 😀

    wegi

    November 3, 2009 at 4:46 pm

  3. @Martin Inwiefern ist es eine „Theorie“, dass jeder Mensch darauf hinarbeitet glücklich zu werden? Also, was solln die denn sonst machen?

    Sebastian

    November 4, 2009 at 9:24 pm

  4. @Sebastian Das war jetzt nur ein Gedächtnisanstoß für WeGi. Inwiefern das eine Theorie ist oder nicht, ob das jemand schonmal gesagt hat oder auch nicht, weiß ich nicht – ich bin kein Philosoph und habe mich auch noch nie so recht damit befasst. Kann dir gerne mal in einer ruhigen Minute meine Vorstellung (? hoffe das trifft es besser als Theorie) versuchen näher zu bringen, falls Interesse besteht 🙂

    @WeGi Echt, war keine Freistunde? 😀 Was hätten wir denn tun sollen? 😛

    Martin

    November 11, 2009 at 6:28 pm

  5. Irgend eine Gruppenarbeit. 😀

    wegi

    November 11, 2009 at 7:01 pm

  6. Oder ging es doch mehr darum, dass jeder Mensch nur Egoist ist? Oder egoistisch handelt? Ich weiß es nicht mehr 😉

    Martin

    November 12, 2009 at 7:48 am

  7. Klar, für solche Gespräche bin ich immer zu haben 😉

    Sebastian

    November 12, 2009 at 11:57 am


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