Just WeGi

Lifestyle zwischen HipHop, Popkultur und dem alltäglichen Wahnsinn

Archive for November 2009

Money on my mind

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Ich habe leider erst vor einigen Stunden von dem „Buy Nothing Day“ erfahren. Dieser so genannte „Kauf Nix Tag“ findet immer am letzten Freitag, beziehungsweise in Europa immer am letzten Samstag im November statt. Der Sinn dahinter ist es einen Tag lang nichts zu kaufen, damit man mal merkt, wie gut, oder eben schlecht man ohne einen Tag voller Konsum auskommt. So soll man nachhaltig den Konsumwahn etwas zurückdrehen. Funktioniert hat es freilich nicht, aber ich finde es trotzdem eine schöne Idee sich einen Tag im Jahr mal vom Kaufwahn zu distanzieren, besonders so kurz vor Beginn der Weihnachtszeit.

Da ich erst vor kurzem davon gelesen habe habe ich es schon geschafft heute 2 CDs und 1 Tageszeitung zu kaufen, und das an nem Samstag, verdammt. Nächstes Jahr fällt mir hoffentlich vorher auf, was es für ein Tag ist.

Jedenfalls wollte ich auch meinen Beitrag leisten und habe inspiriert von der Attac-Aktion, die „Nix“ auf Ebay versteigerte folgendes mit meinen bescheidenen Photoshop Skills gebastelt:

Nur dieses Wochenende im Sonderangebot: 80 Minuten feinster Stille auf CD für den unglaublichen Preis von „Ein paar Minuten Besinnung“.

Written by wegi

November 28, 2009 at 9:16 pm

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Lieder zum… in Erinnerungen schwelgen

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Eigentlich sollte es Heute eine neue Ausgabe der Charthure geben. Da, aber dann die Startseite des Blogs nur aus Charthure bestehen würde (ich hab eben gerade ein kreatives loch + wenig Zeit für Blogs), gibt es heute „Musik zum…“ – in Erinnerungen schwelgen. Ihr könnt diese Kategorie gerne aufgreifen und in euren Blog fortführen. Was für Musik lässt euch so richtig in Erinnerungen schwelgen? Gute, oder schlechte ist dabei mal ganz egal. Über einen Link zu eurem Blog, falls ihr das macht würde ich mich freuen. (Oder schreibt eure Songs doch einfach in die Kommentare) 😉

Sobald die Melodie einsetzt fängt ein Film an sich vor mir aufzubauen. Ich kriege einfach direkt positive Gefühle und sehe all die schönen Stunden, die ich als Kind hatte vor mir. Absoluter Favorit zum in Erinnerungen schwelgen.

Ein weiterer Song, der Kindheitserinnerungen wach werden lässt. Allerdings die, über all die Male als man auszog Scheiße zu bauen und ewig draußen herumzulaufen.

Ich kann zwar nicht mehr sagen wann, wo und wie es war, aber das erste Aufflammen der Liebe zur Musik. Dieser Song lässt mich an die unzähligen Male denken, an denen ich die Außenwelt komplett ausblendete und mich der Musik hingab, mich von ihr verschlingen ließ und am liebsten nie wieder rausgekommen wäre.

Bei uns war es zwar ’98 und nicht ’93, aber auch meine Familie kam irgendwann nach Deutschland. Mit ein paar Koffern, etwas Geld, das hier kaum was Wert war und ganz viel Hoffnung endlich „Zuhause“ zu sein. Was soll ich sagen? Ich hatte Tränen in den Augen, als ich das Lied zum ersten mal hörte. Ich habe jetzt immer noch eine Gänsehaut, wenn ich den Anfang höre.

 

 

Written by wegi

November 28, 2009 at 7:08 pm

Es ist der Liebesgott mit dem….

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Es ist soweit: Deutschlands einziger Zuhälterrapper veröffentlicht im Dezember das letzte Werk seiner zuhältertape Trilogie. Für die entsprechende Vorfreude auf Bitchslaps, Geschichten über Platin-Rolex und vergoldete Pelzmäntel (nein, kein Tippfehler) gibt es jetzt den auf dem Album enthaltenen Song „Lovesong Reloaded“ zum freien Download.

Denn

es ist der Liebesgott/

mit dem riesencock/

Wenn ihr euch mit Kollegah nicht so auskennt: Einfach mal als Entertainment sehen und die Texte nicht ernst nehmen. 😉

Written by wegi

November 26, 2009 at 6:26 pm

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Weck mich nicht auf

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Weck mich nicht auf. Das ist das was ich gestern dachte, als ich total am durchdrehen war. Zwischen abwechselnden Schüben aus Glückshormonen und Adrenalin erlebte ich das bis dato beste Konzert, das ich live gesehen habe. Samy hats eben immer noch drauf. Wovon ich rede? Natürlich von Samy Deluxe + Tsunami band + Afrob in der Live Music hall, Köln am 25.11.09.

Ich ging nicht mit vielen Erwartungen zu dem Konzert. Das letzte Samy Deluxe Album „Diss‘ is wo ich herkomm“ hatte mich enttäuscht und ich bin nur hin, weil ich Samy schon immer mal Live sehen wollte, quasi der alten Zeiten willen. Leider ohne Grüne Brille, da ich am Steuer saß. Don’t Smoke and Drive Kids! Live Music Hall war mir schon von einem KIZ Konzert in guter Erinnerung geblieben. Ist zwar schlicht, aber, wie mein ungarischer Freund sagte: „In der Einfachheit liegt die Schönheit“. Zumindest behauptet er das sein ungarisches Gefasel das bedeutete, ich glaube ja, er hat mich beschimpft, weil ich ihn nicht als den bestaussehendsten im Auto anerkannt habe. Jedenfalls ging es dann recht pünktlich los mit Afrob als Voract, der eine amtlichen Auftritt hinlegte. Nichts weltbewegendes, aber er verfügt ja auch nicht über die Bühnenerfahrung eines Samy. Und statt Band hatte er auch nur einen DJ.

Nach einiger Zeit kam dann Samy Deluxe himself auf die Bühne. Die Leute fingen an sich um die Bühne zu drängen. Er performte dann eine gute Stunde fast nur Songs aus dem aktuellen Album, was mich nicht zum abgehen bewegte, aber durchaus zum tanzen animierte, da es Live eine ganz andere Athmosphäre entfaltete, als auf CD. Und ja, ich meine wirklich tanzen und nicht, wie 90% der anderen Idioten den Arm stumpf auf und ab zu schwingen.

Zwischendrin konnte man sich 2 Songs vom kommenden Mixtape „Der letzte Tanz“ anhören. Gingen sehr gut nach vorne. Besonders „Hin und Her“ hat mir Lust auf mehr gemacht. Und dann irgendwann machte er das worauf ich die ganze Zeit gehofft hatte. Er packte die alten Sachen aus. Als der Beat von „Weck mich auf“ anging bin ich eifnach nur ausgerastet. ich glaube in der ganzen Halle ist keiner mehr rumgepogt. Dannach war es auch schon vorbei. Nach etlichen zugabe rufen kamen weder ASD, noch ein Freestyle, sondern die Livebanger Dynamit und irgend ein anderer Dynamite-Deluxe Song, den ich vor lauter rumspringen vergessen habe. Und wie Samy bei der 2. Zugabe schließlich sagte: „Ihr glaubt doch nicht, dass ich mit Robbe auf Tour gehe, ohne, dass wir zusammen ASD spielen?“ – Nein Samy das haben wir nicht geglaubt, deswegen sind wir ja auch gekommen. ASD war dann der letztendliche Abriss. Samy kickte dann noch einen Freestyle, der hervorragend war, wie macht der Mann das? Bei der 3. Zugabe durften wir den Percussion Spieler der Band als Reggea-Sänger bewundern. Der hat seinen Job übrigens sehr gut gemacht.

4. Zugabe war dann im Jam-Session Style- Licht aus, alle einen kreis um die Bühne udn Samy macht per Beatboxx einen beat vor, den der Drummer nachspielt und auf den Samy, dann die krankesten freestyles kickt. Hammer.

Jetzt war ich mehr als glücklich und machte mich zum Merchandise Stand auf, an dem auch Afrob inzwischen abhing. Ein Samy-Shirt und Afrob-Album inklusive Autogramm und Foto später habe ich Curse im Publikum bemerkt. Dachte wohl, ihn sieht keiner. 😀 Direkt mal hingegangen per Handschlag begrüßt (Ich werde sie nie wieder waschen :D) und zu nem Foto gezwungen.

Abschließend noch bei Mces die Energiereserven aufgefüllt und ab nach Hause. (McDoof schmeckt übrigens scheiße) Super Tourauftakt, super Liveshow. Alle bei den anstehenden Dates unbedingt hingehen.

Written by wegi

November 26, 2009 at 5:26 pm

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#Charthure: 21.11.2009

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Freude, freude. Ausgabe 2 der Charthure geht an den Start. Let’s e goooooooo. Ab heute neu mit Punkten. 0,5 Für die Fähigkeit seine heiße Luft vor einem Mikrofon abzuladen. und 5 für einen Song, wie er meiner Meinung nach sein muss.

Platz 3 Leona Lewis – Happy Als der Gesang einsetzte dachte ich: Hm, gar nicht so schlecht für so ein Casting-Produkt. Dann setzte nach kurzer Zeit das Synthie-BumBum ein. So ein Schrott.

Platz 7 Black Eyed Peas – I gotta feeling Wenn ich sehr sehr gute Laune habe und ausgelassen feiere, dann lasse ich das in der Disko noch durchgehen. Aber so kriege ich höchstens Ausschlag von dem Song. Black Eyed Peas sind mit dem aktuellen Album auch nicht mehr das was sie mal waren. Fergie aka Joko Ono II. zum Dank.

Platz 11 Silbermond – Krieger des Lichts Silbermond ist generell gut – und nicht nur, weil ich total groupiemäßig auf die Sängerin stehe. (Die es im Video im !!Doppelpack gibt!!) Song und Video sind gut gelungen. Werde ich mir sicher noch öfters anhören.

Platz 12 Jürgen Drews – Ich bau dir ein Schloss Ich hasse Schlager.

Platz 14 Agnes – Release Me Ich steh total auf solche Instrumentals, in denen epochale Streicher oder Pianos enthalten sind. Da sehe ich auch mal über den Standard-Text und Standard-Baseline hinweg. Gefällt.

Platz 16 Bon Jovi – We weren’t born to follow Wirkt schon irgendwie stark kommerzialisiert, aber die Message ist nicht schlecht. Kann man sich geben.

Platz 17 Charlie Winston – Like a Hobo Ich war begeistert von dem Song, seit ich ihn das erste mal im Radio hörte. Ich könnte mir ewig Dinge, die  in Richtung Blues und Soul gehen anhören. Unbedingt anhören.

Platz 18 Thomas Godoj – Nicht Allein Thomas Godoj halt. Na ihr wisst schon der Typ, der irgendwie 2. oder 3. in irgendeiner der unzähligen Casting-Shows war.

Platz 19 Culcha Candela – Monsta Es geht um ne Frau, wie kann ich den Song nicht mögen? 😀 Schaut euch außerdem mal Ms. Betty Lipstick im Video an.

Außerdem gibt es ab heute zum Schluss immer das Video „Außer Konkurrenz“. Diesmal ist es „Maeckes – Copy and paste Love“. Sehr schönes rundes Ding aus dem bald erscheinenden Album „Null“.

Monroe – Woher?

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Ein Hammer Song aus Monroes neuem Producer-Album „Movement“, das allgemein viele Hits drauf hat. Allein schon, dass es neuer Shit von D-Flame und Illo ist macht aus dem Ganzen ein Meisterwerk.

 

Written by wegi

November 19, 2009 at 8:36 pm

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Der Gott in mir

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Ich habe mich in letzter Zeit mit einigen spirituellen Themen beschäftigt. Nicht sehr intensiv, da mir die zeit dazu fehlt, aber doch genug um mir meine Gedanken zu machen. Nun habe ich heute während des Gottesdienstes zum Bus- und Bettag ein bisschen nachgedacht und ein paar Theorien/Konzepte/Lehren vermengt.

Zuerst: Die Beschäftigung mit dem Zen war mein Ausgangspunkt. Zen ist eigentlich ursprünglich keine Lehre, oder Lebensstil. Zen sagt lediglich aus, dass man sich selbst nicht durch seine Gedanken, Emotionen, oder sein Bewusstsein definieren soll. Man soll erkennen, dass man das „große Nichts“ ist, was man mal öfter, mal seltener in sich spürt. Wie sonst könnte man sich beim denken beobachten? Jedenfalls kommt man (Je wie gut man es beherrscht unterschiedlich lange, nie andauernd) durch diese Erkenntnis und entsprechende Meditationstechniken auf eine Bewusstseinsebene in der man nur den Augenblicklichen Moment wahrnimmt und in ihm lebt. Die Zukunft, als abstrakte Ansammlung von Hoffnungen und Gedanken, und die Vergangenheit, eine Aneinanderreihung von Gedanken gepaart mit Emotionen, sind dann nicht mehr existent.

In diesem Zustand wird alles intensiver, man ist sich seiner Gefühle viel mehr bewusst, lässt sich jedoch nicht von ihnen leiten. Man ist sich seiner Gedanken mehr bewusst, lässt sich jedoch nicht von ihnen leiten. Selbst Farben und Geräusche scheinen während des „Flows“ intensiver zu sein. Interessanterweise ist der Effekt zum Verwechseln ähnlich mit dem, der nach dem Konsum von einigen Grassorten eintritt. (Einen guten Einstieg dazu bietet dieser recht kurze Artikel)

In Verbindung damit ist mir folgendes eingefallen, was Ludwig Feuerbach in seinem Buch „Das Wesen des Christentums“ schrieb:

Die Götter der Menschen entsprechen ihnen selbst. Einen Gott, der in einem Tempel wohnt, gibt es erst seit dem der Mensch in Häusern wohnt. Für die alten Germanen war die Tugend des Krieges ihre höchste Tugend. Daher war ihr höchster Gott der Kriegsgott – Odin.

Diese „große Leere“ in mir, dieses subjekt, das man verfälscht sobald man es auf irgend eine Weise, sei es sprachlich, emotional, oder rational, greifen will – Ist es Gott? (Dieses verrinnende, sobald man es definieren will wird übrigens in Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ abgehandelt). Für mich erscheint das so logisch, als wäre es eine Gleichung, die man nach Belieben aufstellen und verändern kann.

Und dann während des Gottesdienstes fiel mir auf, das man Tatsächlich sämtliche Dinge, die über Gott in der Bibel gesagt werden so interpretieren kann. Die unendliche Liebe, die Welt (unser Körper), Gott – Mensch – Ich. Dann brachen tausende Gedanken über mich herein und ich verlor mich wieder in Ihnen, bis ich mich an eine Zen-Übung erinnerte und anfing meine Gedanken zu beobachten. Und tatsächlich, sie pendelten stetig zwischen Zukunft und Vergangenheit, nur das Jetzt erfassten sie nicht.

Und Gott sah, dass es gut war.

Quellen:

„Das Wesen des Christentums“, Ludwig Feuerbach.

„Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“, Robert Musil.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zen

„Die Bibel“ – Einheitsübersetzung.

Written by wegi

November 18, 2009 at 10:39 pm