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Lifestyle zwischen HipHop, Popkultur und dem alltäglichen Wahnsinn

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Monroe – Woher?

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Ein Hammer Song aus Monroes neuem Producer-Album „Movement“, das allgemein viele Hits drauf hat. Allein schon, dass es neuer Shit von D-Flame und Illo ist macht aus dem Ganzen ein Meisterwerk.

 

Geschrieben von wegi

November 19, 2009 um 8:36

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Hoch uff’ die Box! – Olli Banjo

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Nach Blogabstinenz am Wochenende (Verdammte Viren – die RL-Version) hier wieder ein Beitrag für meine treuen fans. (gibt es die?)

Diesmal möchte ich euch zum zweiten mal einen Künstler vorstellen, den man außerhalb des HipHop-Kosmos, zu unrecht, noch nicht kennt: Olli Banjo.

Olli Banjo, selbst innerhalb der HipHop-Szene nie komplett angekommen, weil nie Gangsta genug, nie Oldschool genug (Hallo Torch!), oder einfach nur, weil „Er Songs mit schwulen Hooks gemacht hat“. Was dem durchschnittlich beschränkten HipHop-Head sauer aufstoßen mag, zeichnet ihn doch gerade aus: Innovationen, freshness, Themenvielfalt, punktgenaue Doubletimes und sein Lupenreiner Flow.

Thema Innovationen und freshness: Gibt es sonst noch einen Deutschrapper, der auf derartig differenzierte Weise vielfältige Themen behandelt?  Sei es das Auseinandersetzen mit seinem Heimatland („Deutschland„), der eigenen Religion („Jesus„), der profanen Liebe zum Fussball („Bayern München„), der Beziehung zu seiner Mutter („Kinderzimmer„) oder Parodien auf die deutsche Gangstarapszene („Pistole„). Ich könnte ewig so weiter machen. Das standesgemäße battlen eines imaginären Gegners beherrscht er natürlich auch, was aber an dieser Stelle für den nicht rapinteressierten Leser eher unrelevant erscheinen dürfte.

Eine weitere Neuheit, die Olli Banjo im Deutschrap einführte waren die „Sparring“ Mixtapes, 3 an an der Zahl. Auf diesen Tapes featured Olli auf jedem Track einen, oder mehrere andere Rapper. Das Ergebniss lässt sich durchaus sehen. Entstand so zum Beispiel der Track, der beim Live-Genuss meine feuchtesten Konzert-Träume übertraf: „Hoch uff die Box (feat. KIZ)„.

Das letzte rappende Lebenszeichen auf Platte gab es auf dem Kollabo-Album „4 Fäuste für ein Helleluja“ mit Jonesmann. Aktuell arbeitet Olli an seiner neu gegründeten Rockband „Dein Freund“, zu der ich leider nicht sehr viel sagen kann, da ich mich da noch nicht reinhören konnte.

Zum Schluss möchte ich noch meinen absoluten Lieblingstrack von Olli Banjo vorstellen. Unbedingt anhören – Gänsehautfeeling garantiert. (Kleine Anekdote dazu: Bei seinem Diesjährigen SPLASH! Auftritt setzte bei dem Song an der Textstelle „Ich kauf mir schneeweiße Sneaker für den matschigen Regen“ ein riesen Platzregen ein).

Geschrieben von wegi

November 9, 2009 um 6:21

Veröffentlicht in Musik

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Der Botschafter der Liebe

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Heute möchte ich mal jemanden näher vorstellen, den man außerhab des HipHop-Kosmos eigentlich nicht kennt. Es sei denn man guckt gerne „hart aber fair“, oder liest täglich ein Schmierblatt, dass ich nicht namentlich erwähnen möchte. Doch dann hat man ein um 180° verdrehtes BILD (verdammt) von jemandem, der doch nur Liebe gibt: KAAS.

KAAS tauchte das erste mal auf dem Schirm der HipHop-Köpfe (Heads) auf, nachdem er zusammen mit Tua und Sucuk Ufuc die Gruppe Bassquiat gründete. Bis heute blieb es bei dem einzigen Album: BQ4Life. Die Musik war zwar Raptechnisch auf recht hohem Niveau, doch ist sie zugleich aus heutiger Sicht auch relativ peinlich, da man den damals aufkommenden Gangsta-Hype gerne mitnahm. (zu sehen zum Beispiel hier)


Anschließend machte er kurz halt bei Kool Savas „Optic Records“ bevor er nach dessen Auflösung zu „Chimperator“ wechselte. Gegen Ende der Zeit bei Optic änderte sich mit einem mal seine Musik komplett. Er rappte plötzlich von Nächstenliebe, Einhörnern und heiler Welt. Laut eigener Aussage hatte er ein „religiöses Erlebnis“, dass ihm die Augen öffnete. (KAAS ist gläubiger Katholik).


Anfang dieses Jahres sollte dann sein Solodebutalbum „Amokzahltag :D “ erscheinen. Der Titel wurde gewählt, weil das Album düster Anfängt und positiv endet. Der Titeltrack handelte von einem Jungen, der in seiner Schule Amok läuft, nachdem er Jahrelang gemobbt wurde. (Der Song ist teilweise biographisch) Das Video dazu wurde mit Bildern aus dem Kurzfilm „Amok“ von Peter Lenkeit von der Lazi-Akademie Esslingen. (Das Video gibt es hier zu sehen – Ich verspüre immer noch eine Gänsehaut, weil ich es eben angeschaut habe). Vor dem Video wird neben einer Warnung vor gewalthaltigem Bildmaterial folgender Statement von KAAS eingebelndet:

Ich möchte mit diesem Song Menschen dazu inspirieren, ihre Aggressionen in Kunst zu verwandeln, indem sie Bücher schreiben, Bilder malen oder auch Musikstücke über ihre Gefühle komponieren. Ich möchte mit diesem Lied darauf aufmerksam machen, dass der Grund für diese Amokläufe der Mangel an Nächstenliebe in unserer Gesellschaft ist“


Kurz nach der offiziellen Premiere des Videos geschah der Amoklauf in Winnenden. Bei der „Diskussionsrunde“ darüber bei „hart aber fair“ wurden Ausschnitte von dem Video so gezeigt, dass nur möglichst brutale Szenen zu sehen sind. Mit Textzitaten aus dem Lied wurde eben so verfahren. Diesmal mussten nicht nur die Computerspiele und Musik im Allgemeinen hinhalten, sondern KAAS im speziellen. Sein Lied „Amok Zahltag“ wurde völlig uminterpretiert um eine möglichst sensationelle Story liefern zu können. Bei richtiger Recherche wäre den Redaktueren aufgefallen, dass KAAS, derjenige, der solche Songs macht, sicher nicht zu einem Amoklauf fordert.

Die daraufhin laufenden Ermittlungen wegen den anscheinend Gewalt verherrlichenden Videoinhalten wurde inzwischen eingestellt, weil der Künstler „Gewalt nicht als Lösungsmittel“ zeige.

KAAS ließ das bereits gepresste Album daraufhin einstampfen und brachte einige Monate später das Album ohne den Titelsong und unter dem Namen „The Album formaly known as Amok Zahltag“ (TAFKAAZ) raus. Laut eigener Aussage nicht wegen der Medienhetze, sondern wegen aus Respekt vor den Opfern und deren Angehörigen.

Neben BQ ist Kaas auch zusammen mit Tua, Maeckes und Plan B Mitglied der Gruppe „Die Orsons“.

Diese sprengen, kurz gesagt, einfach nur dauerhaft sämtliche Klischees,Grenzen und Standards in Sachen HipHop und sind somit das fresheste was Deutschrap in letzter Zeit widerfahren ist. Gerade, weil ihre Lieder deshalb stark zum Nachdenken anregen und/oder übertrieben Albern sind, sind sie jedoch starke Geschmackssache. Ich feier sie. Und deshalb gibt es jetzt als Abschluss das brandneue Video „Orsons Anarchie“ vom brandneuen Album „Die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Orsons“. (Das erste Album, mit dem einfallsreichen Titel „Das Album“ ist übrigens von der Sorte übertrieben, „sehr übertrieben Albern“)

Geschrieben von wegi

Oktober 21, 2009 um 8:25

Vergangenheitsbewältigung: Westberlin Maskulin

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Wer auf die Frage „Was macht mein Label?“ ohne nachzudenken „ES FICKT DIE BIAAAATCH“ schreit und hinter dem Kürzel WBM nicht die Wohnungsgesellschaft Berlin-Mitte vermutet, der ist eindeutig Westberlin Maskulin geschädigt.

Doch warum zauberte WBM jedem Rap-Fan Anno 98 ein  glitzern in die Augen? Nüchtern betrachtet machten sie simpelste menschenverachtende, ignorante, für Außenstehende gar rassistisch anmutende, Raps auf bis zur unkenntlichkeit zerhäkselten und zerstückelten  Beats. Wahlweise erzählten sie auch einfach nur scheiße über einem Beat. Und trotzdem sind sie eine der, wenn nicht sogar die,  legendärste Deutschrap-Crew.

(Hier kurz Bilder der Mitglieder:  Taktlo$$ und King Kool Savas)

Meiner Meinung nach ist das ganze relativ einfach. Sie hatten einfach das was man heutzutage unter dem neudeutschen Begriff „swagger“ betitelt. Sie machten was eigenes. Sie waren die ersten die mit Gangsterrap auf deutsch ankamen. Sie verkörperten einfach alles was HipHop im Kern ausmacht: „Ignoranz und Individualität at its best“. Sprich: Sie machten, worauf sie Bock hatten, ohne großartig darauf zu achten, obs jemandem gefällt, oder nicht.

Hier mal eins meiner Favorites von ihnen:

Dass es die einzigen zwei Alben WBMs „Hoes, Flows, Moneytoes“ und „Battlekings“ nur auf Vinyl und Tape gab verfestigt ihre Stellung nur. Ihre Auflösung am 1. April 2000 aus unbekannten Gründen bescherte deutschem HipHop somit einen großen Verlust an Individualität.

Zum Abschluss sage ich nur:

Freitag CHILLEN, Samstag CHILLEN, Sonntag 19 UHR RAPPER KILLEN“ und „Bitch wir sind uns im klaren was HipHop ist / du denkst wirklich du hast irgendwas begriffen,  ihr stagniert stark ohne  es zu merken / deine Crew braucht dick Schwanz und ihr kriegt es auch

Geschrieben von wegi

Oktober 14, 2009 um 5:09

KAAS – Der Garten der Liebe EP 4 free

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Der deutsche Rapper KAAS arbeitet derzeit bei seinem neuen Label Chimperator Records an seinem im Februar erscheinenden Album.

Als Vorgeschmack darauf hat er nun eine EP mit dem Namen „Der Garten der Liebe“ zum kostenlosen Download freigegeben. Enthalten sind 14 Tracks. Featuregäste sind: Maeckes & Plan B.

Ich habs mir angehört und es ist ganz witzig, einen Download ist es allemal wert. Downloadlink ist in Kaas’ Blog zu finden: Kaas Blog

Geschrieben von wegi

Dezember 15, 2008 um 2:34