Archiv für die Kategorie ‘Musik’
Die Bewegung, die kein f**k auf Regeln gab und sich selber in Regeln erstickte
So gut wie jeder wird sich fragen, wer der komische Kauz ist, der auf dem Bild zu sehen ist. „Hm, Sonnenbrille, übertriebene Kette – könnte ein Gangster-Rapper sein“. Gangster war er vielleicht, so genau weiß das keiner, darüber geredet hat er jedenfalls nie. Statt dessen ist er einer der Godfathers of HipHop. Afrika Bambaata. HipHop fing, wie warscheinlich die meisten Wissen in den Ghettos Amerikas an. Pioniere wie der Dj Afrika Bambaata waren die erste, die HipHop-Musik auf Partys auflegte. Die Menschen wollten für ein paar Stunden nur Spaß haben und sich von ihrem harten Leben ablenken.
Um die Ghettos ging es in den Texten da nur selten und wenn wurde der Lifestyle der Gangster und Drogendealer kritisiert. Erst als Jahre später die berühmte (heute würde man sie Supergroup nennen) Gruppe N.W.A., bestehend aus Dr. Dre, Eazy E, Ice Cube und MC Ren, auf dem Radar der HipHop-Kultur auftauchte fing die Glorifizirung des Gangster-Lifestyles an. Das kuriose daran: Wie sich sehr viel später raustellte erzählten sie von Dingen von denen sie keine Ahnung hatten. Eazy E war nicht der Gangster, als den er sich in texten wie „Straight Outta Compton„, oder „Gangsta, Gangsta“ immer darstellte. Er war nichtmal ein Drogendealer, nichts dergleichen. Ice Cube war Student und ein „Streber“ noch dazu. Dr. Dre war einfach nur ein gewöhnlicher DJ aus nicht wirklich schlechtem Hause.
Und genau diese Jungs haben das eingeleitet für das viele HipHop heute hassen. Aber, was solls jeder halbswegs klar denkende Mensch wird nicht durhc das hören von NWA dazu gebracht „Fuck the Police“ zu rufen und Polizisten zu erstechen. Und, wenn es zumal gut gemachter Rap ist, kann man es sich anhören. Ein akustischer Actionfilm quasi.
Um wieder den Bogen zum Titel zurück zu schlagen. HipHop war von Anfang an eine Kultur, die nichts beschönigte und keinen Wert auf Regeln legte. Es war egal, ob es verboten war fuck im amerikanischen Radio zu sagen, man machte es trotzdem auf seinen Songs, dann wurden sie eben nicht gespielt, darauf legte man keinen Wert. Riesiger Zeitsprung ins Jahr 2009: Rap erstickt in Regeln, die von Rappern, Fans und selbst ernannten Experten aufgestellt wurden. Jeder scheint besser zu wissen als der andere, wie „richtiger Rap“ sich anzuhören hat. Alles andere wird kategorisch abgelehnt. Dazu kommt, dass seit dem Erfolg von Aggro Berlin Anno 2001/02 jeder meint mit ein bisschen Offbeat Gestammel über Drogen und Knast den großen Ruhm abzugreifen nur um anschließend beim Teetrinken mit Mutter, bei der man noch wohnt, ganz kleinlaut über seinen Tag in der kollektiven Verhaltenstherapie zu erzählen. (Der Boom von Aggro hatte die selben Gründe, wie der Erfolg von NWA in den USA, nur 20 Jahre später.)
Die Situation im Rap stellt sich heutzutage rein musikalisch wie folgt dar: In den USA springt jeder Idiot auf den Autotune-Electro-Zug auf. In Deutschland, was HipHop-technisch schon immer hinterherhinkte, jeder auf den langsam anhaltenden Streetlife-Zug auf.
Inovationen muss man mit der Lupe im Untergrund bei den kaum bekannten Künstlern suchen, die teilweise keine 300 CDs loskriegen. genau deshalb kann ich es auch verstehen warum HipHop in Deutschland so ein schlechtes Image hat. Ich kann von niemanden erwarten, dass sich derjenige so intensiv wie ich mit dieser Musikrichtung auseianndersetzt und jeden Künstler von Hamburg bis Buxtehude kennt.
Ich hatte mir deshalb mal Gedanken gemacht was man dagegen machen kann. Deutscher Rap bräuchte eine Online-Plattform, die sich seriös und differenziert mit selbigem auseinander setzt. Herr Merkt hat zwar die richtigen Ansätze, aber eben nur Ansätze, da es nur ein Blog ist. Und die einzige kommerzielle Plattform Rap.de, betrieben vom Chef des ehemaligen Labels und legendären Freestyle-Cafés „Royal Bunker“ Marcus Staiger, jagt auch nur sämtlichen Sensationgeschichten nach ohne aus dem Schema von News und Interviews auszubrechen und richtige journalistische Berichte zu bringen.
Ich würde sowas auf der Stelle machen, nur ist der Zeitaufwand dafür zu groß und ich habe auch keinerlei Erfahrung im Web-Journalismus, Promotion und Webdesign.
Vielleicht mache ich diesen kleinen Traum ja wahr, wenn sich bis dahin jemand an der Idee bedienen möchte – nur zu. Als ehrenamtlichen Schreiberling würde ich mich jederzeit zur Verfügung stellen. Denn ich kann mir ein Leben ohne Rap nicht vorstellen. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag Motivieren. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag aufbauen. Zu viele Lieder, die mich jeden Tag fühlen lassen, dass es jemandem genauso geht wie mir. Zu viele Lieder, die mir einfach ein gutes Gefühl in der Magengegend verpassen. Zu viel gute Poesie.
Zu viele Dinge, die mir fehlen würden. Und, wenn es solch eine Plattform gebe, könnte ich diese Schätze auch mit anderen Teilen und Künstler, die es verdient haben würden vielleicht endlich mehr beachtet werden.
#Charthure: 05.12.2009
Es ist Samstag und ihr habt sicher schon gespannt nicht drauf gewartet: Die Charthure.
Platz 2 Black Eyed Peas – Meet me Halfway
Gefällt mir wieder ganz gut, nachdem lange nur Scheiße von den BEP kam. Nur für die schwachen Rapparts gibt es Abzug.
Platz 4 Rihanna – Russian Roulette
Man merkt direkt, dass Ne-Yo die Lyrics geschrieben hat, aber das macht es nicht allzuschlecht, da Rihanna das meiner Meinung nach wunderbar interpretiert, gefällt mir ebenfalls sehr gut.
Platz 8 Alicia Keys – Doesn’t mean Anything
Sie kann singen, aber mir willd as ganze trotzdem nicht übermäßig gefallen. Die Musik wirkt in diesem Fall zu „glatt“ für meine Ansprüche.
Platz 10 Aura Dione – I Will Love You Monday
Mag ich überhaupt nicht, hatte bei dem Titel irgendwie etwas tiefsinnigeres erwartet, und hübsch finde ich sie auch nicht.
Platz 11 Jay-Z ft. Alicia Keys – Empire State Of Mind
Hier kommt Miss keys schon wesentlich besser rüber. Außerdem, es ist fuckin Jay-Z, auch, wenn er nicht so stark ist wie zu Blueprint 1 Zeiten. Und wer außer ihm penetriert sonst mit stolzen 40 Jahren eigenhändig das komplette Rapspiel? Keep the shit going, it’s all about the attitude.
Platz 14 Beyonce – Broken Hearted Girl
Mrs. Jay-Z liefert die zweite Single nach Sweet Dreams. Ist mir, aber zu kitschig.
Platz 19 Jennifer Paige ft. Nick Carter – Beautiful Lie
Ich steh auf kitsch, aber muss man es so übertreiben?
Mein Lieblingsvideo aus dieser Woche ist wieder von Maeckes und seinem neuen Teaser-Album „NULL“. Das schöne „Fräulein Bird„.
Maeckes – Null
Maeckes macht Rap. Maeckes ist auch der Rapper den ich am ehesten als eine Art „Neuzeitpoeten“ bezeichnen würde. Heute um 20:37 (angelehnt an das Projekt 237) veröffentlichte er das Album „NULL“, das als Teaser-Album für das im Frühjahr kommende Album KIDS dienen soll. Das Album gibt es einmal als Free-Download, in den jeder mindestens einmal reinhören sollte. (Achtung, keine leichte Kost). Zum zweiten gibt es NULL auch als streng limitierte (200-300?) CD-Version mit zusätzlichen Tracks. Ich hatte das Glück noch eine zu bekommen, allerdings das Pech, dass sie heute nicht im Briefkasten lag. Deswegen pumpe ich weiterhin NULL-Free-Version und hoffe, dass jemand außer mir ebenfalls gefallen an diesem Stück Poesie findet.
Lyrics zu „Copy and Paste Love“ aus dem Album „NULL“:
Wir machen Liebe zum Loop eines DVD-Menus/
Sie sagt sie ist nicht perfekt, ich sag ich seh wie du dich bemühst/
Sag mir irgendwas, die perfekte Lüge/
Ich will dir glauben schenken, lass mich lächeln üben/
Ich mach den Ton aus, die ewige wiederholung tötet/
ich mach den Strom aus, seh wie die Dunkelheit errötet/
Ich mach uns aus, ich lass sie gehn/
Bevor noch etwas passiert, doch sie bleibt – stehn/
(Refrain, gesang)Looooove, Copy and paste love
Looooove, Copy and paste love
Ein schlechtes Graffiti trägt deinen Namen – nur falsch geschrieben/
ich kenn dich von der Zeit tot schlagen mit Gewaltspielen/
Wir werden niemals Amok laufen – wir trauen uns nicht/
Wir werden niemals heiraten – nein wir traun uns nicht/
Lieber unglücklich verliebt als unverliebt glücklich/
komm schon herz mach dich nützlich/
Lieber unglücklich verliebt als unverliebt glücklich/
komm schon herz mach dich nützlich/
*Refrain*
Lieder zum… in Erinnerungen schwelgen
Eigentlich sollte es Heute eine neue Ausgabe der Charthure geben. Da, aber dann die Startseite des Blogs nur aus Charthure bestehen würde (ich hab eben gerade ein kreatives loch + wenig Zeit für Blogs), gibt es heute „Musik zum…“ – in Erinnerungen schwelgen. Ihr könnt diese Kategorie gerne aufgreifen und in euren Blog fortführen. Was für Musik lässt euch so richtig in Erinnerungen schwelgen? Gute, oder schlechte ist dabei mal ganz egal. Über einen Link zu eurem Blog, falls ihr das macht würde ich mich freuen. (Oder schreibt eure Songs doch einfach in die Kommentare)
Sobald die Melodie einsetzt fängt ein Film an sich vor mir aufzubauen. Ich kriege einfach direkt positive Gefühle und sehe all die schönen Stunden, die ich als Kind hatte vor mir. Absoluter Favorit zum in Erinnerungen schwelgen.
Ein weiterer Song, der Kindheitserinnerungen wach werden lässt. Allerdings die, über all die Male als man auszog Scheiße zu bauen und ewig draußen herumzulaufen.
Ich kann zwar nicht mehr sagen wann, wo und wie es war, aber das erste Aufflammen der Liebe zur Musik. Dieser Song lässt mich an die unzähligen Male denken, an denen ich die Außenwelt komplett ausblendete und mich der Musik hingab, mich von ihr verschlingen ließ und am liebsten nie wieder rausgekommen wäre.
Bei uns war es zwar ‘98 und nicht ‘93, aber auch meine Familie kam irgendwann nach Deutschland. Mit ein paar Koffern, etwas Geld, das hier kaum was Wert war und ganz viel Hoffnung endlich „Zuhause“ zu sein. Was soll ich sagen? Ich hatte Tränen in den Augen, als ich das Lied zum ersten mal hörte. Ich habe jetzt immer noch eine Gänsehaut, wenn ich den Anfang höre.
Es ist der Liebesgott mit dem….

Es ist soweit: Deutschlands einziger Zuhälterrapper veröffentlicht im Dezember das letzte Werk seiner zuhältertape Trilogie. Für die entsprechende Vorfreude auf Bitchslaps, Geschichten über Platin-Rolex und vergoldete Pelzmäntel (nein, kein Tippfehler) gibt es jetzt den auf dem Album enthaltenen Song „Lovesong Reloaded“ zum freien Download.
Denn
es ist der Liebesgott/
mit dem riesencock/
Wenn ihr euch mit Kollegah nicht so auskennt: Einfach mal als Entertainment sehen und die Texte nicht ernst nehmen.
Weck mich nicht auf
Weck mich nicht auf. Das ist das was ich gestern dachte, als ich total am durchdrehen war. Zwischen abwechselnden Schüben aus Glückshormonen und Adrenalin erlebte ich das bis
dato beste Konzert, das ich live gesehen habe. Samy hats eben immer noch drauf. Wovon ich rede? Natürlich von Samy Deluxe + Tsunami band + Afrob in der Live Music hall, Köln am 25.11.09.
Ich ging nicht mit vielen Erwartungen zu dem Konzert. Das letzte Samy Deluxe Album „Diss’ is wo ich herkomm“ hatte mich enttäuscht und ich bin nur hin, weil ich Samy schon immer mal Live sehen wollte, quasi der alten Zeiten willen. Leider ohne Grüne Brille, da ich am Steuer saß. Don’t Smoke and Drive Kids! Live Music Hall war mir schon von einem KIZ Konzert in guter Erinnerung geblieben. Ist zwar schlicht, aber, wie mein ungarischer Freund sagte: „In der Einfachheit liegt die Schönheit“. Zumindest behauptet er das sein ungarisches Gefasel das bedeutete, ich glaube ja, er hat mich beschimpft, weil ich ihn nicht als den bestaussehendsten im Auto anerkannt habe. Jedenfalls ging es dann recht pünktlich los mit Afrob als Voract, der eine amtlichen Auftritt hinlegte. Nichts weltbewegendes, aber er verfügt ja auch nicht über die Bühnenerfahrung eines Samy. Und statt Band hatte er auch nur einen DJ.
Nach einiger Zeit kam dann Samy Deluxe himself auf die Bühne. Die Leute fingen an sich um die Bühne zu drängen. Er performte dann eine gute Stunde fast nur Songs aus dem aktuellen Album, was mich nicht zum abgehen bewegte, aber durchaus zum tanzen animierte, da es Live eine ganz andere Athmosphäre entfaltete, als auf CD. Und ja, ich meine wirklich tanzen und nicht, wie 90% der anderen Idioten den Arm stumpf auf und ab zu schwingen.
Zwischendrin konnte man sich 2 Songs vom kommenden Mixtape „Der letzte Tanz“ anhören. Gingen sehr gut nach vorne. Besonders „Hin und Her“ hat mir Lust auf mehr gemacht. Und dann irgendwann machte er das worauf ich die ganze Zeit gehofft hatte. Er packte die alten Sachen aus. Als der Beat von „Weck mich auf“ anging bin ich eifnach nur ausgerastet. ich glaube in der ganzen Halle ist keiner mehr rumgepogt. Dannach war es auch schon vorbei. Nach etlichen zugabe rufen kamen weder ASD, noch ein Freestyle, sondern die Livebanger Dynamit und irgend ein anderer Dynamite-Deluxe Song, den ich vor lauter rumspringen vergessen habe. Und wie Samy bei der 2. Zugabe schließlich sagte: „Ihr glaubt doch nicht, dass ich mit Robbe auf Tour gehe, ohne, dass wir zusammen ASD spielen?“ – Nein Samy das haben wir nicht geglaubt, deswegen sind wir ja auch gekommen. ASD war dann der letztendliche Abriss. Samy kickte dann noch einen Freestyle, der hervorragend war, wie macht der Mann das? Bei der 3. Zugabe durften wir den Percussion Spieler der Band als Reggea-Sänger bewundern. Der hat seinen Job übrigens sehr gut gemacht.
4. Zugabe war dann im Jam-Session Style- Licht aus, alle einen kreis um die Bühne udn Samy macht per Beatboxx einen beat vor, den der Drummer nachspielt und auf den Samy, dann die krankesten freestyles kickt. Hammer.
Jetzt war ich mehr als glücklich und machte mich zum Merchandise Stand auf, an dem auch Afrob inzwischen abhing. Ein Samy-Shirt und Afrob-Album inklusive Autogramm und Foto später habe ich Curse im Publikum bemerkt. Dachte wohl, ihn sieht keiner.
Direkt mal hingegangen per Handschlag begrüßt (Ich werde sie nie wieder waschen
) und zu nem Foto gezwungen.
Abschließend noch bei Mces die Energiereserven aufgefüllt und ab nach Hause. (McDoof schmeckt übrigens scheiße) Super Tourauftakt, super Liveshow. Alle bei den anstehenden Dates unbedingt hingehen.
#Charthure: 21.11.2009

Freude, freude. Ausgabe 2 der Charthure geht an den Start. Let’s e goooooooo. Ab heute neu mit Punkten. 0,5 Für die Fähigkeit seine heiße Luft vor einem Mikrofon abzuladen. und 5 für einen Song, wie er meiner Meinung nach sein muss.
Platz 3 Leona Lewis – Happy
Als der Gesang einsetzte dachte ich: Hm, gar nicht so schlecht für so ein Casting-Produkt. Dann setzte nach kurzer Zeit das Synthie-BumBum ein. So ein Schrott.
Platz 7 Black Eyed Peas – I gotta feeling
Wenn ich sehr sehr gute Laune habe und ausgelassen feiere, dann lasse ich das in der Disko noch durchgehen. Aber so kriege ich höchstens Ausschlag von dem Song. Black Eyed Peas sind mit dem aktuellen Album auch nicht mehr das was sie mal waren. Fergie aka Joko Ono II. zum Dank.
Platz 11 Silbermond – Krieger des Lichts
Silbermond ist generell gut – und nicht nur, weil ich total groupiemäßig auf die Sängerin stehe. (Die es im Video im !!Doppelpack gibt!!) Song und Video sind gut gelungen. Werde ich mir sicher noch öfters anhören.
Platz 12 Jürgen Drews – Ich bau dir ein Schloss
Ich hasse Schlager.
Platz 14 Agnes – Release Me
Ich steh total auf solche Instrumentals, in denen epochale Streicher oder Pianos enthalten sind. Da sehe ich auch mal über den Standard-Text und Standard-Baseline hinweg. Gefällt.
Platz 16 Bon Jovi – We weren’t born to follow
Wirkt schon irgendwie stark kommerzialisiert, aber die Message ist nicht schlecht. Kann man sich geben.
Platz 17 Charlie Winston – Like a Hobo
Ich war begeistert von dem Song, seit ich ihn das erste mal im Radio hörte. Ich könnte mir ewig Dinge, die in Richtung Blues und Soul gehen anhören. Unbedingt anhören.
Platz 18 Thomas Godoj – Nicht Allein
Thomas Godoj halt. Na ihr wisst schon der Typ, der irgendwie 2. oder 3. in irgendeiner der unzähligen Casting-Shows war.
Platz 19 Culcha Candela – Monsta
Es geht um ne Frau, wie kann ich den Song nicht mögen?
Schaut euch außerdem mal Ms. Betty Lipstick im Video an.
Außerdem gibt es ab heute zum Schluss immer das Video „Außer Konkurrenz“. Diesmal ist es „Maeckes – Copy and paste Love“. Sehr schönes rundes Ding aus dem bald erscheinenden Album „Null“.
Monroe – Woher?
Ein Hammer Song aus Monroes neuem Producer-Album „Movement“, das allgemein viele Hits drauf hat. Allein schon, dass es neuer Shit von D-Flame und Illo ist macht aus dem Ganzen ein Meisterwerk.
Die Charthure feiert ihren Einstand

Willkommen zu einer neuen Kategorie. Ab jetzt werde ich in hoffentlich regelmäßigen Abständen mal die offiziellen deutschen Charts durchstöbern und ein bisschen kommentieren. Dient einfach nur der Erschließung neuen Liedguts, da ich selten etwas außerhalb des Rap-Kosmos aufschnappe. Zum Einstand begutachte ich mal die Top 10.
Platz 1 Ich + Ich – Pflaster Man hört sofort, dass es von Ich + ich ist. Die Single geht gut nach vorne. Der Text ist zwar so ein bisschen Mutmach-Schonmal-soähnlich-gehört-pop, aber mir gefällts. Ich mag sowieso die Stimme von dem Sänger. Regt mich, aber nicht dazu an mir das Album anzuhören, oder die Single zu kaufen.
Platz 2 Robbie Williams – Bodies Refrain bringt mich zum mitsingen, obwohl ich Robbie nicht mag – hauptsächlich, weil Frauen ihn mögen.
„All we’ve ever wanted is to look good naked / so someone could take it“ Bringt mich zum schmunzeln und macht den Song irgendwie sympatisch.
Platz 3 OneRepublic – Secrets Meiner Meinung nach völlig belangloser Standard-Pop. Ich muss sowas nicht haben. (Aber die Streicher sind super)
Platz 4 David Guetta ft. Akon – Sexy Bitch Einer der stärksten Songs auf dem Guetta Album „One Love“. Hab den schon gefeiert, als ich ihn das erste mal gehört habe. Am besten kommt er in der Disko, oder im Auto. Da krieg ich ein richtig gutes Feeling. „Damn girl„
Platz 5 The Gossip – Heavy Cross Bin ich jetzt ein Arsch, weil mir ein Witz mit „Heavy Cross“ und der Statur der Sängerin auf den Lippen brennt? Naja, finde den Song weder schlecht, noch gut. Irgendwie.. belanglos.
Platz 6 Lady Gaga – Paparazzi Ich hasse diese rampenlichtgeile Bitch ja eigentlich. Der Song hat trotzdem irgendwas, was mich zum zuhören bewegt. Das amüsante an dem Video ist einer der Kommentare darunter: „I Feel like im watching a damn Porno„. Sehr treffend.
Platz 7 Queensberry – Hello Hört sich für mich an wie jeder andere x-beliebige Casting-Act. Mööööp. Next.
Platz 8 Xavier Naidoo – Alles kann besser werden Ich mag Xaivier Naidoos Songs für gewöhnlich. Den hier auch. Das Thema ist zwar ausgelutscht, aber wer kann ihm verübeln die Menschheit aufmuntern zu wollen. Passt ja auch irgendwie zum neuen Söhne Mannheims-Album ITZ ON. Das Video gefällt mir auch sehr gut, bis auf die unfreiwillig komischen Dancemoves. Kleines Manko: Ohne die Sängerin am Ende, hätte das ganze kompletter gewirkt.
Platz 9 Marit Larsen – If a Song could get me You Ich mag diesen Song nicht, ich würde am liebsten Sofort ausmachen, wenn ich ihn höre. ich kanns nicht erklären, er nervt mich einfach.
Platz 10 Sido – Hey Du Das neue Album von Sido ist belangloser, langweiliger, uninteressanter Poprap. Diese Single ist eine der wenigen Ausnahmen und das Highlight des Albums. Es mag zwar etwas berechnend wirken, dass die Ossi-Vergangenheit pünktlich zum 20-jährigen des Mauerfalls offenbart wird, die Single wirkt, aber trotzdem ehrlich und ist gut gemacht. Die Frauenstimme aus dem Musical „Linie 10″ ist übrigens von den Originalaufnahmen des Musicals. Die Tonträger wurden extra im Auftrag von Sido restauriert. Gefällt.
Hoch uff’ die Box! – Olli Banjo
Nach Blogabstinenz am Wochenende (Verdammte Viren – die RL-Version) hier wieder ein Beitrag für meine treuen fans. (gibt es die?)
Diesmal möchte ich euch zum zweiten mal einen Künstler vorstellen, den man außerhalb des HipHop-Kosmos, zu unrecht, noch nicht kennt: Olli Banjo.
Olli Banjo, selbst innerhalb der HipHop-Szene nie komplett angekommen, weil nie Gangsta genug, nie Oldschool genug (Hallo Torch!), oder einfach nur, weil „Er Songs mit schwulen Hooks gemacht hat“. Was dem durchschnittlich beschränkten HipHop-Head sauer aufstoßen mag, zeichnet ihn doch gerade aus: Innovationen, freshness, Themenvielfalt, punktgenaue Doubletimes und sein Lupenreiner Flow.
Thema Innovationen und freshness: Gibt es sonst noch einen Deutschrapper, der auf derartig differenzierte Weise vielfältige Themen behandelt? Sei es das Auseinandersetzen mit seinem Heimatland („Deutschland„), der eigenen Religion („Jesus„), der profanen Liebe zum Fussball („Bayern München„), der Beziehung zu seiner Mutter („Kinderzimmer„) oder Parodien auf die deutsche Gangstarapszene („Pistole„). Ich könnte ewig so weiter machen. Das standesgemäße battlen eines imaginären Gegners beherrscht er natürlich auch, was aber an dieser Stelle für den nicht rapinteressierten Leser eher unrelevant erscheinen dürfte.
Eine weitere Neuheit, die Olli Banjo im Deutschrap einführte waren die „Sparring“ Mixtapes, 3 an an der Zahl. Auf diesen Tapes featured Olli auf jedem Track einen, oder mehrere andere Rapper. Das Ergebniss lässt sich durchaus sehen. Entstand so zum Beispiel der Track, der beim Live-Genuss meine feuchtesten Konzert-Träume übertraf: „Hoch uff die Box (feat. KIZ)„.
Das letzte rappende Lebenszeichen auf Platte gab es auf dem Kollabo-Album „4 Fäuste für ein Helleluja“ mit Jonesmann. Aktuell arbeitet Olli an seiner neu gegründeten Rockband „Dein Freund“, zu der ich leider nicht sehr viel sagen kann, da ich mich da noch nicht reinhören konnte.
Zum Schluss möchte ich noch meinen absoluten Lieblingstrack von Olli Banjo vorstellen. Unbedingt anhören – Gänsehautfeeling garantiert. (Kleine Anekdote dazu: Bei seinem Diesjährigen SPLASH! Auftritt setzte bei dem Song an der Textstelle „Ich kauf mir schneeweiße Sneaker für den matschigen Regen“ ein riesen Platzregen ein).

