Archiv für Oktober 2008
NEOPUNK – eine neue Hip-Hop-Richtung ist geboren

Eigentlich kommt dieser Post eine Woche zu spät, weil ich meine NEOPUNK-CD schon letzten Freitag in den Händen hielt. Doch besser zu spät als nie.
Prinz Pi, der Interpret dieses Filet-Stücks hatte Standard-Hip-Hop satt, wollte was neues schaffen – und tat es auch.
Die Beats sind durchgehend eine Mischung aus Electro mit Punk-Anklängen, aus denen man trotzdem noch Hip-Hop raushören kann. Laut Pi steht NEOPUNK aber vor allem für eins: Für kompromisslose Live-Songs, die trotzdem tiefgehende Inhalte haben. Und tatsächlich verleiten die Tracks durchaus zum schamlosen abgehen.
Alles auf diesem Album ist durchwegs solide bis meist hervorragend. Angefangen bei dem Intro „Super Seiajin„, welches angesichts des namens dem ein, oder anderen bereits ein Schmunzeln ins Gesicht treibt. 8 Bit Untergrund ist anshcließend eine Homage an den Klassiker „Westberlin Maskulin“ – mit Elektroklängen.
Das bereits als Singleauskoplung bekannte Gib dem Affen Zucker ist eine Breitseite gegen die ganze Fraktion des sinnlosen Hip-Hops auf minimalistischen Klingeltonbeats auf einmal. Ich wage mal zu behaupten, dass die Leute, welche am meisten drauf abgehen im Text auch am meisten durch den Kakao gezogen werden.
Weitere lyrische Highlights sind Songs wie 2030. Ein Song, in welchem Pi im Jahre 2030 seinen Kindern erklärt was Mikrofone, Bedrucktes Papier und Hip-Hop sind.
Nerdhymne schließlich ist ein Freudenfest für alle Nerdcore-Fans. Geek-Text auf Computersounds – einfach genial.
Lediglich Aschenbecher, welches viel zu lang ist, sagt mir überhaupt nicht zu.
Die 2€ mehr für die Deluxe-Edition lohnen sich übrigens durchaus. Wir werden nie erwachsen (ft. Frauenarzt) ist einfach ein ohrwurm genauso wie Sieben Sünden (ft. Basstard). Lediglich Angsthasentwist (ft. Jonarama) fällt etwas ab.
Also los KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN.
Why so sirius?
XD

Merkel gets pwned!

